Tagung Zukunft Rollhockey

Neue Wege im Rollhockey

 

Am vergangenen Wochenende versammelten sich knapp 100 Rollhockeybegeisterte im Darmstädter Kongresszentrum, um über die Zukunft des Rollhockeysports zu diskutieren. Erstmals seit vielen Jahren wurde eine Vereinstagung der Fachsparte Rollhockey in dieser Art durchgeführt. Erklärtes Ziel der Veranstaltung mit dem Titel „Zukunft Rollhockey in Deutschland“ war es, die Basis für ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Rollhockeykonzept zu schaffen, das sicher stellt, dass der Sport auch in Zukunft erfolgreich betrieben werden kann.

 

Die Sportkommission Rollhockey im Deutschen Rollsport- und Inline-Verband (DRIV) möchte damit den rückläufigen Mitgliederzahlen und dem Zerfall einiger Traditionsvereine entgegenwirken. Als vorbereitende Maßnahme wurde bereits im Januar 2010 das Konzept "Masse schafft Klasse" („MSK“) entwickelt, das bis zum Jahr 2012 klare Ziele definiert. So sollen z.B. 10 neue Vereine gegründet, 400 Jugendspieler angeworben und der Spielbetrieb gerade in den Nachwuchsklassen gesichert werden.

 

Wie man diese ambitionierten Ziele erreichen kann, zeigten Vorträge aus verschiedenen Bereichen. Stephan La Rocca berichtete über Erfahrungen beim Badminton, Philipp Schaksmeier ,ein Student der Sporthochschule Köln, stellte ein Konzept für Marketingmaßnahmen im Rollhockey vor, der Hessische Roll- und Inlineverband berichtete u.a. über das Freiwillige Soziale Jahr im Sportverein und Dr. Uwe Arndt (Arndt Mediendienste) unterbreitete einen Pressekonzeptvorschlag. Nach diesen Vorträgen wurden die wichtigsten Themen in drei Arbeitsgruppen behandelt und konkretisiert. Die so erarbeiteten Schwerpunkte wurden von der Sportkommission aufgenommen, um darauf aufbauend einen Plan für die Umsetzung zu entwickeln.

 

Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Tages war, dass strukturelle Veränderungen innerhalb der Sportkommission Rollhockey dringend erforderlich sind und die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden muss. Um das zu erreichen und um die weiteren Ergebnisse der Tagung umzusetzen, werden jetzt Arbeitsgruppen mit folgenden Themen gegründet: Marketing & Öffentlichkeitsarbeit, Vereinsgründung, Leistungssport, Schule & Verein, Spielbetrieb, Schiedsrichterwesen sowie Aus- und Weiterbildung. Diese Arbeitsgruppen werden dem Spielausschuss der Sportkommission Rollhockey zuarbeiten und von einer zentralen Stelle koordiniert. Am 26.06.2010 wird diese neue Struktur dann den Landesverbänden zur Genehmigung vorgelegt, um anschließend mit der eigentlichen Arbeit beginnen zu können.

 

Am Schluss waren sich alle Teilnehmer einig: Diese Art der Vereinstagung muss wiederholt werden und es hat sich mehr als gelohnt, die teilweise sehr lange Anreise auf sich zu nehmen.

 

 

 

Jacques Casez, den 18.05.2010